Es sind die letzten Tage des Jahres an denen die neuen Deutschen Vereinsmeister im Jugendschach jährlich ermittelt werden. Über 200 Schachfreunde aus dem ganzen Bundesgebiet waren nun bereits zum fünften Mal zu Gast bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft der Altersklassen U20 und U20w in Osnabrück.

In den vergangenen vier Tagen haben die besten Mannschaften aus Deutschland an den Brettern alles gegeben, um sich mit dem Deutschen Meistertitel zu krönen. Am Ende durften sich in der U20 der Hamburger SK und in der U20w der TuRa Harksheide Norderstedt über die Meisterschaft freuen. Während die beiden Titelverteidiger aus dem Vorjahr leider nicht an den Start gingen, konnten sich die beiden Clubs aus dem Norden der Bundesrepublik in den starken Teilnehmerfeldern behaupten. Wir hatten es in der Vergangenheit schon des Öfteren erlebt, dass die Titelentscheidung bereits am Vortag gefallen war, doch in diesem Jahr blieb es spannend bis zur letzten Runde.


U20 Meister
In der U20 ging der Hamburger SK mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung gegenüber der SG Porz in das Finale. Nachdem sich die Hamburger bereits in der dritten Runde knapp gegen die SG Porz durchsetzen konnte, dann jedoch in der folgenden Runde einen Mannschaftspunkt gegen Kiel abgeben musste, blieb also alles offen. Die Rheinländer mussten also unbedingt ihren Mannschaftskampf gewinnen, um noch ein Chance auf den Titel zu haben. Auch für Hamburg war die Ausgangssituation ähnlich. Ein Unentschieden gegen den SC Eppingen würde im Falle eines Sieges von Porz über den SK München Südost womöglich nicht reichen, da Hamburg lediglich mit einem Brettpunkt vorne lag. An Tisch drei spielte Kiel gegen Potsdam um den dritten Platz und damit um den letzten verbliebenden Platz auf dem Podium. Durch einen Vorsprung von einem Mannschaftspunkt vor Potsdam reichte dem SK Doppelbauer Kiel ein Unentschieden, um sich den dritten Platz zu sichern.


U20w Meister
Auch in der U20w setzte sich der Setzlistenerste gegen die Konkurrenz durch. Nach der sechsten Runde lag der TuRa Harksheide Norderstedt mit lediglich 2,5 Brettpunkte in Führung. Während sich Norderstedt in der letzten Runde an Tisch eins gegen Altmeister Stuttgart-Wolfbuch bewährend musste, kämpfte der Chemnitzer SC an Tisch zwei gegen den SK Freiburg-Zähringen. Durch einen 2,5-1,5 Sieg über Stuttgart sicherte sich Norderstedt den Meistertitel, vor dem Chemnitzer SC, der sich in der letzten Begegnung mit einem Unentschieden gegen Freiburg zufrieden gegen musste. In Runde fünf kam es zuvor bereits zum Showdown der beiden bestplatzierten Mannschaften. Mit 3-1 setzten sich die Norderstedter gegen die Mädels vom Chemnitzer SC durch, musste sich jedoch im Turnierverlauf die Punkte mit den Karlsruher SF und dem SC Bechhofen jeweils teilen, sodass es bis zum Schluss offen blieb. Auf dem dritten Platz folgte der SC Bechhofen gefolgt von den Karlsruher SF auf dem vierten Platz.

Nachdem die letzte Partie der siebten Runde gegen 13.40 Uhr zu Ende ging, konnten die Vorbereitungen für die Siegerehrung beginnen. Pünktlich gegen 14.30 Uhr begrüßte der Ausrichtervertreter vom Hagener Schachverein Sebastian Bergmeyer die Teilnehmer zur Siegerehrung. Als Ehrengast sprach der Präsident des Niedersächsischen Schachverbandes Michael S. Langer einige Grußworte zu den Teilnehmern, bedankte sich für die tolle Atmosphäre bei dieser Veranstaltung und lobte das junge Team vom Hagener Schachverein, welches hinter dieser Meisterschaft steht. Im Anschluss holte Langer unter großem Applaus das komplette Team auf die Bühne um sich bei den Beteiligten für die hervorragende Arbeit zu bedanken. Das Bulletinteam hatte auch dieses Jahr wieder alle Hände voll zu tun. Insgesamt wurden an den vier Turniertagen 20232 Züge gespielt, die erfasst werden müssten. Auch Hoteldirektor Karsten Hohl verabschiedete sich mit dankenden Worten von den Teilnehmer und präsentierte einige Fundstück aus den Zimmern. Weiter bedankte sich der Ausrichtervertreter Sebastian Bergmeyer bei den Schiedsrichtern der Deutschen Schachjugend. Im Verlauf der Meisterschaft kam es zu keinem einzigen Protestfall, sodass das Schiedsgericht nicht in Erscheinung treten musste.

Bevor es nun zur feierlichen Übergabe der Pokale kam, bedankte sich Bergmeyer bei den Unterstützern dieser Veranstalter. Neben dem Schachversand Niggemann, der für die Veranstaltung sämtliches Spielmaterial kostenfrei zur Verfügung stellte, unterstützte die Lotto-Sport Stiftung Niedersachsen das Turnier bereits zum dritten Mal mit finanziellen Mitteln. Ohne diese Unterstützung wäre das gesamte Turnier in diesem Format nicht möglich gewesen. Vielen herzlichen Dank dafür!

Es folgte die feierliche Siegerehrung der Teilnehmer und im Anschluss der Siegerehrung bedankte sich Sebastian Bergmeyer bei den Teilnehmern für die tollen Tage. „Wir haben uns in den vergangenen Tagen sehr viel Mühe gegeben, um ein unvergessliches Event auf die Beine zu stellen und versuchen uns von Jahr zu Jahr weiter zu steigern“, so Bergmeyer. Die vielen positiven Reaktionen der letzten Jahre bekräftigen den Verein in seiner Entscheidung, sich auch für 2016 wieder zu bewerben.

Eine guten Rutsch und ein frohes Neues Jahr wünscht Ihnen der Hagener Schachverein!

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